
Hier teile ich das Wertvollste, was ich geben kann, mit meinen Freunden in Rom
Im Laufe meines Lebens hat sich die Bedeutung von Live-Konzerten in vielerlei Hinsicht verändert. In meiner Jugendzeit erwartete fast jeder von einem Künstler, dass er möglichst neue und einzigartige Musik spielt, gemischt mit altbekannten Hits. Ein Großteil des Sets bestand deshalb stets aus Songs, an denen der jeweilige Künstler gerade noch arbeitet oder sie gerade erst im Studio aufgenommen hatte. Deshalb war ein Live-Auftritt die beste Möglichkeit, die Reaktion des Publikums zu testen.
Wenn in der heutigen Zeit dagegen ein Künstler neue Songs spielt, nutzen das viele Konzertbesucher, um sich kurz auf der Toilette zu erfrischen. Da frage ich mich: haben wir heutzutage einfach keine Zeit mehr etwas Neues zu entdecken?
Gestern hatte ich eine TV-Dokumentation über Peter Frampton gesehen. Sein Album "Frampton Comes Alive" aus dem Jahre 1976 wurde insgesamt 18 mal mit Platin ausgezeichnet. Das war damals ein Live-Album und bevor er es aufgenommen hatte, kannte kaum einer diese Songs. Heute gibt es sowas einfach nicht mehr! Aber es ist noch gar nicht so lange her, als das intensive Zuhören eines Künstlers noch das wertvollste Geschenk war, das man geben kann.

"Frampton Comes Alive" verkaufte sich allein in den USA über 18 Millionen mal!

Ich sah Jimi Hendrix live, wie er völlig neuartige Musik spielte

Ich sah Sly & The Family Stone live, wie sie völlig neuartige Musik spielten

Ich sah die Jackson 5 live, wie sie völlig neuartige Musik spielten

Ich sah das Mahavishnu Orchestra live, wie sie völlig neue Musik spielten

Ich sah Parliament Funkadelic live, wie sie völlig neuartige Musik spielten

Ich sah Miles Davis live, wie er völlig neue Musik spielte

Ich sah die Stooges live, wie sie völlig neue Musik spielten

Auf früheren Tourneen von CHIC spielten wir meistens unbekannte Songs, und das war das wertvollste Geschenk, das wir geben konnten
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Written by Nile Rodgers (Übersetzung von Nicolas Parisel)
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